Meine Vorfahren
  Josef Gungl
 

Der namhafteste Sohn Zsámbéks ist zweifelsohne der berühmte Komponist und Dirigent

Josef Gungl

ein Bild

Josef Gungl wurde am 1.12.1809 in Zsámbék im Walter-Haus beim Röhrbrunnen geboren. 1840 heiratete er in Graz Barbara Reichl, für die er später die Cajetana-Tänze „Walzer Opus 116“ komponierte. Aus der Ehe gingen 4 Töchter hervor.

Gungl war der erste, der in Graz Orchestermusik (mit Saiteninstrumenten) für öffentliche Vergnügungskonzerte einführte.

1843 bildete Gungl eine a
us 16 steirischen Musikern bestehende eigen Kapelle, mit der er erste Konzertreisen durch Oberösterreich, nach München, Augsburg, Nürnberg und Frankfurt/Main unternahm.
1846 traf er in Pest (Budapest). Franz Liszt, der sich bei ihm entschuldigte, ohne seine Erlaubnis vom „Ungarischen Marsch“ unter dem Titel „Ungarischer Sturmmarsch“ eine Transkription komponiert zu haben.
1848 verließ Gungl Berlin. Nachdem er im Stadttheater zu Hamburg, im Hoftheater zu Hannover und im Stadttheater zu Bremen noch mit großem Beifall Konzerte gegeben hatte, begab er sich am 15. 10.1848 mit seiner mittlerweile 30-Mann-Kapelle von Bremerhaven nach Amerika, wo er in New York, Boston, Philadelphia und Baltimore auftrat.
Es wurde ihm auch die Ehre zuteil, zur musikalischen Umrahmung der Amtseinführung des Präsidenten Taylor beizutragen.
Ende August 1849 kehrte er wieder nach Berlin zurück, wo ihm der Titel eines königlich preußischen Musikdirektor verliehen wurde.
1858 wurde ihm von Kaiser Franz Joseph der Orden der kaiserlichen Krone verliehen.
Im Sommer 1868 gründete er das erste Kurorchester in Bad Reichenhall.

Die weiße Marmorbüste von Josef Gungl ist in der Wandelhalle des Heilbades in Bad Reichenhall zu bewundern.

Unter seinen Werken befinden sich u.a.: 56 Märsche, 117 Walzer, 108 Polkas, 15 Quadrilla, 18 Galopp (14 Titel beziehen sich auf seine Heimat in Ungarn, unter denen der „Zsámbéki Csárdás“ Opus 163 einen hervorragenden Platz einnimmt).

Josef Gungl starb am 01.02.1889 in Weimar. Sein Grab ist heute leider nicht mehr auffindbar.

Gungl Virginia * um 1850

(Tochter von Gungl Josef * 01.12.1809)

 

Die älteste Tochter des berühmten Musikers Gungl Josef wurde

um 1850 (nach der Rückkehr ihres Vaters aus Amerika) in Berlin geboren.

Sie war eine hochbegabte Sängerin. Ihre Sopranstimme hatte einen Umfang von

über 2 Oktaven (von H bis D) 1869 debütierte sie an der Münchner Oper und sang in

der Folgezeit auf den großen Bühnen in München, Berlin, Frankfurt/M. und Schwerin,

wo sie z.B. als Selika (in der Afrikanerin) und Senta (im Fliegenden Holländer) große

Erfolge errang. 1872 erhielt sie ein Engagement in Berlin mit einem Monatsgehalt

von 200 Talern. In Frankfurt heiratet sie 1877 einen Hauptmann namens Naumann, der

nach kaum 2 jähriger Ehe am 23.12.1879 verstarb. Aus der Ehe stammten 2 Söhne.

Der jüngste wurde erst nach dem Tod seines Vaters am 10.4.1880 in Frankfurt geboren.

Von Frankfurt ging Virginia Naumann nach Weimar, wo sie anfangs als Opernsängerin

engagiert und später als Gesangslehrerin an der dortigen großherzoglichen Musikschule

tätig war. In dieser Zeit verbrachte ihr Vater (Gungl Josef) bei ihr seinen Lebensabend.

Ihr Todestag ist nicht bekannt.

Ende der 30er Jahre soll sie noch in Frankfurt/M. gelebt haben

 

 

 

Gungl Johann * 15.10.1818

(Neffe von Gungl Josef * 01.12.1809)

 

Der Neffe von Gungl Josef, selber ein bedeutender Musiker wurde am 15.10.1818

in Zsámbék geboren. Sein Vater (ein älterer Bruder von Gungl Josef) war der

Strumpfwirker Gungl Ignaz *1.10.1798. Als er 3 Jahre alt war, zog die Familie nach

Fünfkirchen. Schon mit 7 Jahren wurde der kleine Johann Sängerknabe in dem von

Georg Lickl geleiteten Domchor. Schon früh erhielt er Geigen- und Klavierunterricht.

Als junger Mann ging er zu seinem Onkel Gungl Josef nach Graz um in dessen

Orchester beim 4. Artillerieregiment zu spielen. Auf den Erfolgsspuren seines Onkels

gab Gungl Johann als 24 Jähriger ab 1843 in Berlin und in anderen Städten

Deutschlands und Frankreich vielbeachtete Konzerte. 1845 gastierte er mit seiner

eigenen Kapelle in St. Petersburg, wo er vom Publikum begeistert gefeiert wurde.

113 musikalische Werke von ihm sind im Druck erschienen. Er komponierte

vorwiegend Tanzmusik. Seine Walzer wurden seinerzeit in ganz Europa gern gespielt.

Er geriet immer mehr in wirtschaftliche Not und starb völlig verarmt am 23.11.1883

in Fünfkirchen.

 

 

 

 

 
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